Die Hitze der vergangenen Tage macht in weiten Teilen Spaniens eine Pause. Nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes (Aemet) führen der Durchzug einer Front und das Einströmen kälterer Luft zu einem deutlichen Temperaturrückgang in der nördlichen Landeshälfte. In einigen Gebieten sinken die Temperaturen um mehr als 10 Grad, örtlich kann der Unterschied zum Vortag rund 13 Grad betragen.
Besonders deutlich wird der Wetterumschwung im Ebrotal und in Gebieten im Norden des spanischen Festlands, wo die Höchstwerte weit unter denen der vergangenen Tage liegen werden.
STARKE GEWITTER IM OSTEN
Die zweite prägende Wettererscheinung ist die zunehmende Instabilität. Aemet erwartet in Teilen des Ostens des spanischen Festlands und auf den Balearen, vor allem in der zweiten Tageshälfte, starke bis sehr starke Schauer und Gewitter.
Die stärksten Unwetter können Aragón, Katalonien, die Region Valencia, die Balearen und angrenzende Gebiete treffen. Möglich sind intensiver Regen, zahlreiche Blitze, starke Windböen und Hagel.
In Gebieten um Teruel und im Umfeld der Iberischen Kordillere können die Gewitter Hagelkörner mit einem Durchmesser von 2 bis 4 Zentimetern bringen. Auch in Teilen der katalanischen Pyrenäen wird örtlich starker und anhaltender Niederschlag erwartet.
DIE HITZE HÄLT IM SÜDEN AN
Der Temperaturrückgang wird nicht ganz Spanien gleichermaßen erfassen. In Teilen der Extremadura, Kastilien-La Manchas und im Landesinneren Andalusiens können weiterhin mehr als 35 Grad erreicht werden, während die Höchstwerte an Teilen der Mittelmeerküste und auf den Balearen bei etwa 32 bis 34 Grad liegen.
Außerdem gewinnt der Wind an Bedeutung. Im Ebrotal sind sehr starke Böen des Cierzo möglich, im Ampurdán der Tramontana.
Nach diesem abrupten Wetterumschwung deutet die Prognose auf eine allmähliche Stabilisierung der Wetterlage hin, auch wenn weiterhin einzelne Schauer und Gewitter auftreten können. Anschließend dürften sich die Temperaturen in weiten Teilen des Landes wieder erholen.