Der Verkehr trieb den starken Anstieg der Inflation mit einer Jahresrate von 9,3 Prozent voran – drei Prozentpunkte mehr als im Juli. Besonders stark verteuerte sich dabei die Nutzung privater Fahrzeuge: Die damit verbundenen Kosten, etwa für Kraftstoff, stiegen innerhalb der vergangenen zwölf Monate um 17,1 Prozent.
Auch die laufenden Wohnkosten, etwa für Strom-, Gas- oder Wasserrechnungen, legten im vergangenen Jahr um 7,6 Prozent zu – fast einen Prozentpunkt mehr als im Vormonat. Die übrigen Gruppen verzeichneten moderatere Anstiege: Information und Kommunikation (3,3 Prozent), Körperpflege (3,2 Prozent) sowie alkoholische Getränke und Tabak (3,0 Prozent).
Die Lage in Spanien insgesamt unterscheidet sich davon nicht wesentlich. Das Nationale Statistikamt (INE) bestätigte am Dienstag, dass der VPI im August im Jahresvergleich bei 4,3 Prozent lag – sieben Zehntel über dem Juli-Wert und damit auf dem höchsten Stand seit Februar 2023, wie bereits der vorläufige Indikator angekündigt hatte.
Der Verkehr war im August die für den Anstieg der Inflation maßgebliche Preisgruppe. Er legte um mehr als drei Prozentpunkte auf 9,5 Prozent zu – der höchste Wert seit August 2022. Der Grund dafür waren vor allem die höheren Preise für Kraftstoffe und Schmiermittel für private Fahrzeuge, die im August 2025 gesunken waren.
Auch die Gruppe Lebensmittel und alkoholfreie Getränke beeinflusste den VPI maßgeblich. Ihre Jahresrate lag bei 2,3 Prozent und damit sieben Zehntel über dem Wert des Vormonats. Ausschlaggebend waren vor allem die Preise für Obst und Schalenfrüchte, die zwar zurückgingen, aber weniger stark als im selben Monat des Jahres 2025.