Nach Angaben beider Betriebsräte sprach das Unternehmen im vergangenen Oktober innerhalb einer Woche drei Kündigungen aus. Eine davon war disziplinarischer Art und betraf einen Beschäftigten aus dem sogenannten Kollektiv Non Stop. Die beiden anderen betrafen zwei Mitarbeiterinnen der Abteilung Einkauf, die dem Kollektiv der Techniker und Verwaltungsmitarbeiter angehört.
DIE BETRIEBSRÄTE STELLEN DEN EINSATZ VON KAMERAS UND DIE KÜNDIGUNGSGRÜNDE INFRAGE
Im Fall des Beschäftigten von Non Stop prangert die Arbeitnehmervertretung an, dass das Unternehmen über Monate hinweg Überwachungskameras zur Beobachtung eingesetzt habe. Die Betriebsräte halten diesen Einsatz für rechtswidrig und lehnen das von der Firma vorgelegte Protokoll zu diesen Geräten ab. Nach eigenen Angaben durften sie an dessen Ausarbeitung nicht mitwirken.
Im Fall der beiden Mitarbeiterinnen aus dem Einkauf erklären die Vertreter, das Unternehmen habe organisatorische Gründe und einen Effizienzplan angeführt. Sie betonen jedoch, dass ihnen dieser Plan nicht bekannt sei, weil er ihnen weder mitgeteilt noch erläutert worden sei. Daher stellen sie die angeführten Gründe für die Beendigung beider Arbeitsverhältnisse infrage.
Die Betriebsräte beider Standorte vertreten die Ansicht, dass das Unternehmen Alternativen zu den Entlassungen hätte anbieten können. Zudem versichern sie, ein Treffen beantragt zu haben, um die Gründe für diese Entscheidungen zu erfahren. Nach ihren Angaben habe sich die Geschäftsleitung geweigert, dieser Bitte nachzukommen. Diese Reaktion habe zur Einberufung der Demonstration an diesem Donnerstag geführt.