Der Stadtrat von Zaragoza en Común, Suso Domínguez, betont: „Wir können nicht als normal hinnehmen, dass eine Familie aus ihrem Zuhause vertrieben wird und die einzige Antwort der Verwaltungen darin besteht, zu sagen, dass sie nicht zuständig sind. Für ZeC erfordert die Situation ein Handeln auf allen Ebenen der Verwaltung sowie den Einsatz aller verfügbaren Instrumente, um Mieterinnen und Mieter zu schützen und den öffentlichen Wohnungsbestand auszubauen.
ZEC fordert einen entschlossenen Ausbau des öffentlichen Wohnungsbestands, „etwas, das nicht geschieht, weil es dieser Regierung an Willen fehlt“. Domínguez erinnert daran, dass die Regierung von Natalia Chueca Chancen zum Ausbau des öffentlichen Wohnungsbestands ungenutzt gelassen habe, etwa das Vorkaufs- und Rückkaufsrecht bei Sozialwohnungen, die in das städtische Vermögen hätten aufgenommen werden können. Zugleich „hat sie das Büro für die Vermittlung bei Hypotheken und Mietfragen geschlossen und den Grundsteuerzuschlag für leer stehende Wohnungen großer Eigentümer nicht angewandt".
DIE FORDERUNGEN VON ZEC
Der Haushalt 2026 sieht Einnahmen in Höhe von 43 Millionen Euro aus städtebaulichen Erträgen und dem Verkauf von Bauland vor. Die Investitionen in den öffentlichen Wohnungsbau sind dagegen kaum um 3 Millionen Euro gestiegen. Ein Blick zurück zeigt: Im Jahr 2025 nahm die Stadt 1,5 Millionen Euro aus Bauland für Sozialwohnungen und 16 Millionen Euro aus dem Verkauf von frei verfügbarem Bauland ein, doch keine dieser Summen wurde in den öffentlichen Wohnungsbau investiert.
Für Suso Domínguez ist die Lage eindeutig: „Für diese Regierung hat nicht der Wohnraum Priorität, sondern das Geschäft der Spekulanten". Für Zaragoza en Común ist insbesondere die Politik der Überlassung städtischer Grundstücke für kommunale Einrichtungen an große Bauträger und Investmentfonds besorgniserregend. „Öffentlicher Grundbesitz in den Stadtvierteln darf nicht zu einem Geschenk werden, mit dem Fonds 75 Jahre lang Geschäfte machen.
Der Antrag sieht vor, dass das Plenum seine Unterstützung für die am vergangenen 6. Oktober verabschiedeten Gesetzesdekrete 28/2026 und 29/2026 zum Ausdruck bringt. Diese sollen die Stabilität von Mietverträgen für den Hauptwohnsitz stärken und die soziale Funktion von Wohnraum schützen. Der Antrag, den die Fraktion im Plenum einbringt, umfasst ein Paket aus acht kommunalen Maßnahmen. Dazu gehören die Gewährleistung einer würdigen Wohnalternative für schutzbedürftige Familien, die von einer Zwangsräumung betroffen sind, sowie die Anpassung der Nothilfen, damit sie zu einem wirksamen Instrument zur Verhinderung des Wohnungsverlusts werden.