Die gerichtliche Entscheidung stärkt das rechtssichere Vorgehen und die Politik des aktiven Zuhörens, die der Bereich Stadtplanung verfolgt. Dieser hatte die Schreiben von mehr als 70 Anwohnern berücksichtigt und beschlossen, die Lizenzen für die Tankstellen in den Straßen Viridiana und Manhattan vorsorglich auszusetzen, um das Verfahren der öffentlichen Auslegung und seine städtebauliche Vereinbarkeit mit vollständiger Rechtssicherheit zu überprüfen.
Das Gerichtsverfahren wird mit der Aussetzung der Erteilung der Lizenzen durch die Stadtverwaltung fortgesetzt. Das Verwaltungsverfahren verpflichtet die Projektentwickler und die Anwohner, damit eine behördliche Entscheidung getroffen wird. Zudem zeigte sich Serrano verständnisvoll gegenüber den Bewohnern von Valdespartera und erklärte: "Ich verstehe sie, denn das ist nicht der geeignete Ort."
Darüber hinaus stärkt der Richter die Eigenständigkeit der kommunalen Verwaltung, indem er die Forderungen des Projektentwicklers zurückweist. Dieser hatte versucht, die Stadtverwaltung in diesem Gerichtsverfahren zur Vorlage sämtlicher Akten über Beschwerden der Anwohner zu zwingen.
EINE DEBATTE MIT LANGER VORGESCHICHTE
Die Debatte konzentriert sich vor allem auf Valdespartera, wo die beiden Tankstellen in der Straße Viridiana neben dem Kreisverkehr La Sabina sowie in der Straße Manhattan in der Nähe eines Wohngebiets mit Bildungseinrichtungen und Spielplätzen geplant sind. Die Anwohner organisierten mehrere Protestaktionen, bei denen sie die Nähe der Anlagen zu Wohnhäusern, Schulen und Parks anprangerten. Außerdem warnten sie vor dem Verkehr von Fahrzeugen und Tanklastwagen in den engen Straßen.
Auch die Bewohner von Valdespartera mobilisierten sich im vergangenen September vor dem Rathaus. Im Zuge dieser Proteste räumte Serrano ein, dass "die Erteilung der beiden Lizenzen in Valdespartera ein Fehler war", und erklärte, die Stadt sei bereit, dies zu korrigieren. Das Gerichtsverfahren bleibt weiterhin anhängig.