Oberbürgermeisterin Natalia Chueca führte eine Delegation an, die den entscheidenden Moment in Portugal im Kreis von Vertretern der Stadtverwaltung und mit der Bewerbung verbundenen Personen verfolgte. Die Wahl bietet Zaragoza und Aragón ein wichtiges internationales Schaufenster und ist zudem mit 600.000 Euro dotiert. Gleichzeitig würdigt sie den Weg, den die Stadt in Bereichen wie Natur, Wasser, Kreislaufwirtschaft, Energiewende und Anpassung an den Klimawandel zurückgelegt hat.
CHUECA: „ZARAGOZA GEHÖRT ZUR EUROPÄISCHEN ELITE“
Chueca betonte, dass diese Auszeichnung „Zaragoza in die europäische Elite der Städte stellt, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben haben“. Sie würdige zugleich die Arbeit der vergangenen Jahre, mit der die Stadt grüner, gesünder, zugänglicher und besser auf die Herausforderungen des Klimawandels vorbereitet werden sollte. „Dieser Preis gehört ganz Zaragoza. Er ist das Ergebnis der Arbeit von Institutionen, Unternehmen, der Universität, sozialen Organisationen und vor allem einer Bürgerschaft, die gezeigt hat, dass sie eine bessere und nachhaltigere Stadt will“, erklärte sie.
Die Ernennung ist außerdem ein Meilenstein für Zaragoza. Die Stadt hatte bereits 2009, 2011 und 2014 versucht, an diesem Auswahlverfahren teilzunehmen, war aber erstmals unter die fünf Finalstädte gelangt und konnte schließlich den europäischen Titel gewinnen. Zaragoza ist zudem die einzige spanische Stadt, die in dieser Ausgabe die Endrunde des Wettbewerbs erreicht hatte.
MEHR ALS 150 MASSNAHMEN FÜR 2028 GEPLANT
Nun beginnt die eigentliche Herausforderung: die Vorbereitung der mehr als 150 für 2028 geplanten Maßnahmen. Dazu gehören große Initiativen wie die geplante Pflanzung eines Baumes für jedes beim Festival Vive Latino verkaufte Ticket sowie Ebro Vivo, das Programm, mit dem Zaragoza den 20. Jahrestag der Expo 2008 feiern will. Außerdem sind Vorschläge zu den Themen Biodiversität, Abfall, urbane Resilienz und Bürgerbeteiligung vorgesehen.
Auf die heutige Feier in Guimarães folgt ein Jahr, in dem Zaragoza seine Bewerbung vor Ort in ein Programm umsetzen muss, das die gesamte Stadt einbeziehen kann. Die Grüne Hauptstadt für 2028 steht fest: Zaragoza. Die nach Portugal gereiste Delegation nimmt nun den nächsten Schritt in Angriff und will einen Kalender auf den Weg bringen, der das kommende Jahr der Stadt mit zahlreichen grünen Aktivitäten füllen soll.