Gesellschaft

Was sich ab Oktober bei Staus in Aragón ändert: So wird die Rettungsgasse gebildet

Ein Stau auf der A-2, der A-23 oder der Z-40 wird in Aragón künftig nicht mehr nur eine Frage der Geduld sein. Ab dem 1. Oktober 2026 müssen Autofahrer, die auf Autobahnen und Schnellstraßen in einen Stau geraten, Platz für eine Rettungsgasse schaffen, damit Krankenwagen, Feuerwehr und andere Einsatzfahrzeuge ohne entscheidenden Zeitverlust vorankommen.
Was sich ab Oktober bei Staus in Aragón ändert: So wird die Rettungsgasse gebildet

Die Neuerung kommt mit der Reform der Allgemeinen Straßenverkehrsordnung und verändert die Art und Weise, wie sich Autofahrer aufstellen müssen, wenn der Verkehr nur noch im Schritttempo vorankommt oder vollständig zum Stillstand gekommen ist. In Aragón, wo die großen Verkehrsachsen täglich stark genutzt werden und es an den Zufahrten nach Zaragoza zu Staus kommt, wird dieses Manöver künftig zu den Pflichten der Autofahrer gehören.

SO WIRD DIE RETTUNGSGASSE BEI STaus GEBILDET

Die Regel ist einfach, erfordert aber eine Änderung eines bei Staus sehr üblichen Verhaltens. Auf Autobahnen und Schnellstraßen mit zwei Fahrstreifen pro Richtung müssen die Fahrzeuge zu den jeweiligen Außenseiten ausweichen und die Mitte freihalten. Dieser freie Raum wird offiziell als „Rettungsgasse“ bezeichnet und soll Einsatzfahrzeugen während eines Staus die Durchfahrt ermöglichen.

Verfügt die Straße über drei oder mehr Fahrstreifen in derselben Richtung, wird der Korridor nicht genau in der Mitte der Fahrbahn geöffnet. Die Straßenverkehrsordnung schreibt vor, dass er zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar danebenliegenden Fahrstreifen gebildet werden muss. Wer auf der linken Spur fährt, muss so weit wie möglich nach links rücken; alle anderen müssen nach rechts ausweichen.

Die Pflicht gilt, wenn die Fahrzeuge aufgrund eines Staus nur im Schritttempo fahren oder auf einer Autobahn oder Schnellstraße zum Stillstand kommen. Es handelt sich daher nicht um eine allgemeine Regel für jede Straße oder gewöhnliche Landstraße. Artikel 32 nimmt diese neue Regelung ausdrücklich auf und legt ihre Anwendung je nach Anzahl der Fahrstreifen fest.

AUCH SCHNEE VERÄNDERT DIE REGELN AUF ARAGÓNISCHEN SCHNELLSTRASSEN

Die Reform führt außerdem eine für Aragón besonders wichtige Regelung für den Fall von Schnee ein. Wenn die Fahrbahnbedingungen den Verkehr auf einer Autobahn oder Schnellstraße erschweren, ist das Überholen verboten. Zudem muss auf dem äußerst rechten Fahrstreifen gefahren werden, damit Einsatzfahrzeuge und Schneepflüge ausreichend Platz haben.

Auf Abschnitten mit drei oder mehr Fahrstreifen pro Richtung darf auch der unmittelbar neben dem rechten Fahrstreifen liegende Fahrstreifen genutzt werden. Die übrigen Fahrstreifen müssen jedoch auf der linken Seite freigehalten werden. Die Maßnahme kann auf aragónischen Verkehrsachsen, die Schnee und winterlichem Verkehr ausgesetzt sind, eine besondere Bedeutung haben, da ein schnelles Eingreifen der Rettungs- oder Straßendienste dort entscheidend ist.

Die Änderung tritt am 1. Oktober 2026 in Kraft, wie das Königliche Dekret 518/2026 vom 24. Juni festlegt. Ab diesem Tag müssen Autofahrer in Aragón bei Staus automatisch anders reagieren: Sie müssen Platz schaffen, bevor ein Notfall eintritt, und verhindern, dass eine Fahrzeugschlange den Weg für diejenigen blockiert, die sie schnell passieren müssen.