In einem der Verkaufsstände weisen die Schilder 25 Euro für fünf 70-Gramm-Packungen mit 50-prozentigem Ibérico-Cebo-Schinken und 10,99 Euro für vier 40-Gramm-Packungen mit 50-prozentiger Cebo-Schweineschulter aus. Doch obwohl sie mit den entsprechenden Siegeln versehen sind, sind die äußeren Kartons leer: Von den aufgeschnittenen Produkten im Inneren fehlt jede Spur. Das könnte eine Maßnahme sein, um mögliche Diebstähle zu erschweren.
Die Szene fällt mit der Veröffentlichung eines neuen Barometers zum Ladendiebstahl im Einzelhandel zusammen, das ein für die Branche besorgniserregendes Problem in Zahlen fasst. Spanische Geschäfte verloren 2025 durch den sogenannten unbekannten Schwund 2,932 Milliarden Euro. Dazu zählen Diebstähle, Verwaltungsfehler und Betrug durch Lieferanten – das entspricht 1,1 Prozent ihres Umsatzes. 81 Prozent dieser Verluste stehen direkt mit Diebstählen in Verbindung, und 54 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass externe Diebstähle im vergangenen Jahr zugenommen haben.
AUFGESCHNITTENE IBÉRICO-PRODUKTE GEHÖREN ZU DEN BEGEHRTESTEN WAREN
Der Bericht nennt die Produkte, die am häufigsten aus Geschäften verschwinden. Bei Lebensmitteln und Getränken führen Weine und Spirituosen die Rangliste an, doch aufgeschnittene Ibérico-Produkte belegen den zweiten Platz, vor Schokolade. Rasierklingen stehen bei Parfümerie- und Schönheitsartikeln an der Spitze der Diebstähle. Bei Elektronik führen Kopfhörer die Liste an, gefolgt von Handy-Zubehör und Videospielen. Auch die Diebstähle von Nassfutter und antiparasitären Mitteln für Haustiere nehmen zu.