„Das Sarkom ist eine Erkrankung, die nicht nur selten, sondern auch weitgehend unbekannt ist“, erklärt Luis Javier Floría, Leiter der Einheit für orthopädische onkologische Chirurgie am Universitätskrankenhaus Miguel Servet. Der Facharzt betont, dass das Erkennen der ersten Symptome entscheidend sein kann: „Wenn die Diagnose früh gestellt wird, ist die Prognose höchstwahrscheinlich deutlich besser, als wenn sich die Diagnose verzögert.“
Floría empfiehlt, insbesondere auf Schmerzen zu achten, die tagsüber und nachts anhalten, auch in Ruhe, sowie auf das Auftreten einer harten, tief liegenden und schmerzhaften Masse. Bei einigen Patienten, vor allem bei Jugendlichen, kann dies zunächst mit einer Muskelverspannung oder einer Sportverletzung verwechselt werden. „Es geht nicht darum, die Bevölkerung zu beunruhigen“, stellt der Facharzt klar. Vielmehr solle man ärztlichen Rat suchen, wenn die Beschwerden anhalten oder ungewöhnliche Merkmale aufweisen.
Nach der Bestätigung der Diagnose erfordert die Behandlung einen multidisziplinären und spezialisierten Ansatz, an dem unter anderem die Unfallchirurgie, die Allgemeinchirurgie, die Pathologie, die Nuklearmedizin, die Plastische Chirurgie, die Gefäßchirurgie, die Medizinische Onkologie und die Strahlenonkologie beteiligt sein können. Bei Kindern und Jugendlichen, bei denen diese Tumoren eine größere Bedeutung haben als bei Erwachsenen, muss die Chirurgie außerdem das künftige Wachstum des Patienten berücksichtigen.
AKTIONEN ZUR SARKOM-WOCHE
Neben den Informationsständen im Hospital Miguel Servet wurde am Sonntag auch ein weiterer im Parque Grande José Antonio Labordeta eingerichtet. Dort informieren Patienten, Verbände und Gesundheitsfachkräfte die Bürger und beantworten ihre Fragen.
Darüber hinaus haben sich die Institutionen Aragoniens der Initiative angeschlossen und verschiedene bedeutende Orte gelb beleuchtet. Der Aljafería-Palast wurde in dieser Woche in der Farbe angestrahlt, die international das Sarkom kennzeichnet, und am kommenden Donnerstag werden auch die Brunnen der Stadt beleuchtet. Die Woche endet an diesem Donnerstag mit einer wissenschaftlichen Tagung im Universitätskrankenhaus Lozano Blesa in Zaragoza.