Die Botschaft ist Teil eines von der Policía Nacional verbreiteten Videos, das zeitgleich mit den Ermittlungen zu diesem Phänomen in Aragón veröffentlicht wurde. „Wenn euer Kind ‚Curis‘-Videos oder Memes hochlädt, um einen Mitschüler oder einen Lehrer fertigzumachen, dann betrifft das euch“, beginnt die Aufnahme. Darin fordern die Beamten Eltern auf, sich sowohl des Schadens bewusst zu sein, den das Opfer erleiden kann, als auch der Verantwortung, die sich für diejenigen ergeben kann, die solche Inhalte veröffentlichen.
Die Polizei warnt, dass Cybermobbing bei betroffenen Minderjährigen Angstzustände, Isolation oder die Angst vor der Rückkehr in die Schule auslösen kann. Sie erinnert jedoch auch daran, dass die Folgen die Familien erreichen können. Begeht ein Minderjähriger eine Straftat, können seine Eltern, Vormünder, Pflegepersonen oder Betreuungspersonen nach den Bestimmungen des Gesetzes über die strafrechtliche Verantwortung Minderjähriger gesamtschuldnerisch für die verursachten Schäden und Nachteile haften.
ELTERLICHE KONTROLLE AKTIVIEREN
Angesichts dieser Situation geben die Beamten eine sehr konkrete Empfehlung: Die Übergabe des ersten Mobiltelefons sollte mit klaren, gemeinsam mit den Kindern vereinbarten Regeln verbunden werden. „Wenn ihr glaubt, dass euer Kind bereits reif genug ist, ein Handy zu benutzen, setzt euch gemeinsam hin und haltet die Regeln schriftlich fest“, erklärt die Polizei.
Dieser sogenannte „Familienvertrag“ sollte Fragen regeln wie, wann das Telefon benutzt werden darf, welche Apps der Minderjährige installieren kann, welche Grenzen in sozialen Netzwerken gelten oder an wen er sich wenden soll, wenn er eine Mobbingsituation feststellt. Die Polizei rät außerdem, die Funktionen zur elterlichen Kontrolle zu aktivieren und gemeinsam zu überprüfen, welche Inhalte der Minderjährige veröffentlicht oder teilt und wer ihn kontaktieren kann.
„Wartet nicht, bis wir euch von der Polizeiwache aus anrufen“, betont die Polizei in einem Video, das solchen Situationen gezielt zuvorkommen will. Die Empfehlung lautet, technologische Kontrollinstrumente mit Gesprächen zu verbinden, die Regeln an das Alter und die Reife des Minderjährigen anzupassen und klar zu erklären, dass ein scheinbar lustiger Beitrag am Ende eine andere Person demütigen und Folgen haben kann, die über den schulischen Bereich hinausgehen.