Für die Regionalregierung spielen die Fortbildungskoordinatoren in den Bildungseinrichtungen eine „Schlüsselrolle“. Sie sind dafür zuständig, die Pläne zur Verbesserung der Bildungsqualität in den Unterricht zu übertragen sowie die Kompetenzen und Qualifikationen der Lehrkräfte zu aktualisieren und zu stärken. Außerdem erstellen sie den Fortbildungsplan der Einrichtung (PFC), koordinieren die Konzeption und Nachbereitung von Fortbildungsmaßnahmen und tauschen bewährte Verfahren mit anderen Einrichtungen des Netzwerks aus. Daher bezeichnet die Regionalregierung sie als „Leiter der Fortbildung an ihren Einrichtungen“.
Die Generaldirektion für Bildungspolitik, Organisation, Chancengleichheit und Fortbildung der Regionalregierung von Aragón hat die kontinuierliche Weiterbildung der Lehrkräfte als „Eckpfeiler“ eingestuft, um die Unterrichtspraxis in den Klassenräumen zu optimieren, die Kultur der Anstrengung wiederzubeleben und die Leistungen der Schülerinnen und Schüler zu steigern.
VIER PÄDAGOGISCHE PRIORITÄTEN
In dieser jüngsten Sitzung wurden die vier pädagogischen Prioritäten für das Schuljahr 2026/27 festgelegt. Die erste besteht darin, die Fortbildung der Lehrkräfte in allen Wissensbereichen und Fächern zu aktualisieren, wobei grundlegende Lernbereiche wie Mathematik, Sprachen und Naturwissenschaften Vorrang erhalten. Ziel ist es, das grundlegende Wissen zu festigen und Aragons Position bei Indikatoren für Leistungen und Lernerfolg im Unterricht zu stärken, wie sie etwa im PISA-Bericht erfasst werden.
Die zweite Priorität besteht darin, das Wohlbefinden und die emotionale Bildung in den Klassenräumen zu fördern. Dazu sollen Instrumente für den Umgang mit dem Zusammenleben, eine umfassende Begleitung sowie die Schaffung eines sicheren und lernförderlichen Schulklimas entwickelt werden. Außerdem soll die Fortbildung der Schulleitungsteams vorangetrieben werden, um eine Kultur pädagogischer Exzellenz zu fördern, die den Zusammenhalt der Lehrerkollegien und eine an gemeinsamen Zielen orientierte Führung erleichtert.
Schließlich soll eine Fortbildung angeboten werden, die nicht nur auf die Vermittlung von Kompetenzen im Umgang mit künstlicher Intelligenz abzielt, sondern den Lehrkräften auch professionelles, pädagogisches und ethisches Urteilsvermögen vermittelt. Ziel ist es, sicherzustellen, dass der Einsatz dieser Technologie klaren Kriterien folgt und die Anstrengung sowie die Eigenständigkeit der Schülerinnen und Schüler stärkt, ohne die Vermittlung durch die Lehrkraft zu ersetzen.
Der von den Fortbildungskoordinatoren der drei Provinzen vorgestellte Plan ist als vollständiger Zyklus angelegt: Zunächst ermitteln diese Fachleute den Bedarf an jeder Bildungseinrichtung, entwickeln eine auf den jeweiligen Kontext zugeschnittene Fortbildung, die im Unterricht umgesetzt wird, und bewerten schließlich gemeinsam mit den Beratungs- und Mentoringteams der Lehrerfortbildungszentren die Auswirkungen dieser Fortbildung.
DAS SIND DIE ZENTREN
Die vollständige Liste der zehn Lehrerfortbildungszentren nach Provinzen lautet: In Huesca das CP Ana Abarca de Bolea in Huesca, das CP de Monzón und das CP de Sabiñánigo; in Zaragoza das CP Juan de Lanuza und das CP María de Ávila, beide in der Hauptstadt, sowie das CP de Calatayud, das CP de Ejea de los Caballeros und das CP de La Almunia de Doña Godina; in Teruel das CP de Alcorisa und das CP Ángel Sanz Briz in Teruel.
Jedes CP verfügt außerdem über Außenstellen oder regionale Teams, die die Beratung an die Schulen im ländlichen Raum bringen. Das bereits erwähnte Netzwerk wird durch spezialisierte Zentren wie das Aragonesische Zentrum für Bildungstechnologien (Catedu), das Aragonesische Zentrum für Fremdsprachen in der Bildung (Carlee), das Aragonesische Referenzzentrum für Chancengleichheit und Innovation (Carei) sowie das Innovationszentrum für die Berufsausbildung in Aragón (Cifpa) ergänzt.