Die offiziellen Jurys des Festivals haben neun Kurzfilme aus vier Ländern ausgewählt: Argentinien, der Schweiz, Australien und Spanien. Sie erreichen damit die entscheidende Finalrunde dieser ersten Ausgabe.
PREIS FÜR DEN BESTEN FICTION-KURZFILM
Mehrere Insassen, die das Filmworkshop des Gefängnisses vertreten, wählten aus den 33 eingereichten Fiction-Kurzfilmen die fünf Finalisten aus.
Zu ihnen gehören Arbeiten renommierter Filmschaffender wie des Schweizer Regisseurs Karim Huu Do („Ne me quitte pas“), der von der Zeitschrift Dazed als einer der besten neuen Kreativen der Welt und von Shots als Regisseur des Jahres bezeichnet wurde und derzeit seinen ersten Langfilm sowie eine Miniserie mit NBC Universal entwickelt; des Argentiniers Rodrigo Elizalde („Amelia“), der seit mehr als 20 Jahren auf eine erfolgreiche Karriere in der argentinischen Filmindustrie zurückblickt; des Spaniers José Mª Flores („La compañía“), mit einer für die Filmgeschichte beispielhaften Plansequenz und einer Nominierung für die Goya Awards 2026; der Spanier Sofía Lopera und Vincenzo Viacava („Daydreams“), mit einem meisterhaften Werk, das Science-Fiction und menschliche Werte verbindet; sowie des australischen Schauspielers, Stuntmans und Filmregisseurs Nash Edgerton („Candy bar“), der mehr als 30 Kurzfilme vorzuweisen hat und auf eine lange Karriere zurückblickt, in deren Verlauf er unter anderem mit Keanu Reeves, Robert Pattinson, Guy Pearce und Ewan McGregor gearbeitet hat.
Als Nächstes werden die Filme im Veranstaltungssaal gezeigt. Dort können alle Insassen des Gefängnisses von Daroca, die als Jurymitglieder teilnehmen möchten, für ihre Favoriten stimmen und den Gewinner des Preises für den besten Fiction-Kurzfilm 2026 bestimmen.
La Oca Loca&prisión Film Fest 2026 hat seine ersten Finalisten
PREIS FÜR DEN BESTEN KURZFILM AUS JUSTIZVOLLZUGSANSTALTEN
In dieser Sektion hat die zweite offizielle Jury, deren Zusammensetzung weiterhin geheim gehalten und in Kürze bekannt gegeben wird, vier der neun eingereichten Arbeiten aus acht Justizvollzugsanstalten ausgewählt – sieben aus Spanien und eine aus Argentinien.
Die Finalisten sind: „El Caracoleño. Las voces del silencio“ aus der Justizvollzugsanstalt Soria; „Cataplexia“ aus der Justizvollzugsanstalt Las Palmas I – Salto del Negro; „A la cárcel vas a venir a robar“ aus der Justizvollzugsanstalt Algeciras – Botafuegos; und „Emergentes“ aus der Justizvollzugsanstalt Mujeres – Madrid I.
Alle Finalisten-Kurzfilme können weiterhin kostenlos auf der Website https://www.revistalaocaloca.com/festival-de-cine/ angesehen werden.
NEUE AUSSCHREIBUNG FÜR KULTURELLE UND KULINARISCHE WETTBEWERBE
Die Revista La Oca Loca hat diese Woche außerdem gemeinsam mit der Universität San Jorge, der Aragonesischen Schriftstellervereinigung, der Aragonesischen Vereinigung der Buchfreunde, der Filmrunde „Perdiguer“ und der Kochschule TOPI die kulturellen Wettbewerbe „Lyrik, Kurzgeschichte und Drehbuch“ (17. Ausgabe) sowie den kulinarischen Wettbewerb „Kochrezepte“ (16. Ausgabe) ausgeschrieben.
Beide Wettbewerbe umfassen zwei getrennte Sektionen und nehmen Arbeiten an, die sowohl aus dem Inneren von Justizvollzugsanstalten von Insassen als auch von außerhalb eingereicht werden. Der Preis besteht in der Übergabe beziehungsweise Zusendung eines „Diploma Picapedrero“ sowie eines von den Insassen der Justizvollzugsanstalt Daroca zusammengestellten Buches mit den ausgezeichneten literarischen Werken und Rezepten.
In diesem digitalen Forum schreiben und arbeiten regelmäßig Insassen und Insassinnen aus 76 Justizvollzugsanstalten Seite an Seite mit: 70 davon befinden sich in Spanien und sechs im Ausland – drei in Argentinien sowie jeweils eine in Chile, Ecuador und Bolivien. Hinzu kommt ein Netzwerk von 186 Autoren außerhalb des Strafvollzugs.
Im vergangenen Jahr wurden dort mehr als 100 Artikel und Originalwerke von 110 Insassen und Insassinnen aus dem Strafvollzug sowie eine ähnliche Zahl von Beiträgen externer Autoren empfangen und veröffentlicht.
Allein bei den literarischen Wettbewerben für Lyrik, Drehbuch und Kurzgeschichte (in ihrer 16. jährlichen Ausgabe) sowie beim Wettbewerb für Kochrezepte (in seiner 15. Ausgabe) wurden sämtliche Teilnahmerekorde gebrochen: Mehr als 650 Werke wurden eingereicht, darunter über 250 aus dem Strafvollzug. Zudem wurde ein historischer Rekord bei der Zahl der teilnehmenden Justizvollzugsanstalten erreicht.
Weitere Informationen unter https://www.revistalaocaloca.com/