Der Plan soll am Freitag, dem 4. September, um 8.00 Uhr aktiviert und bis Montag, dem 7. September, um 8.00 Uhr aufrechterhalten werden. Die Stadtverwaltung teilte zudem mit, dass dieser Zeitraum wie üblich abhängig von der Wetterprognose für die folgenden Tage angepasst oder verlängert werden kann.
KLIMASCHUTZRÄUME
Zu den für diese Fälle beschlossenen Maßnahmen gehört die Senkung des Einzelpreises für den Eintritt in die vier städtischen Schwimmbäder, sofern die Karten an der Kasse gekauft werden. Diese sind weiterhin geöffnet. Der Preis sinkt für Erwachsene von 4 Euro auf 2,5 Euro, für Minderjährige von 2,70 auf 2 Euro sowie für Menschen über 65 Jahre und Rentner von 2,60 auf 2 Euro.
Darüber hinaus verfügt die Stadtverwaltung von Zaragoza über ein kommunales Netz von Klimaschutzräumen. Diese stellen besonders gefährdeten Menschen Orte zur Verfügung, an denen sie sich zu Zeiten aufhalten können, in denen die Hitze sogar ein Gesundheitsrisiko darstellen kann. Zu den Seniorenbegegnungsstätten und Bürgerzentren der Stadt kommen unter anderem weitere kommunale Gebäude wie der Sitz des Umweltamts in der Casa Jiménez hinzu.
Auch die städtischen öffentlichen Bibliotheken von Zaragoza bieten während ihrer Öffnungszeiten Schutzmöglichkeiten, während die Besucher deren verschiedene Angebote und Aktivitäten nutzen können. Insgesamt stehen mehr als 60 kommunale Einrichtungen unterschiedlicher Art während ihrer Öffnungszeiten zur Verfügung, damit die Bevölkerung dort Schutz vor der Hitze suchen kann. Die Zugänge zu diesen Schutzräumen wurden bereits ausgeschildert, damit die Bürger wissen, dass sie diese als Orte zur Abkühlung nutzen können.
INFORMATIONSKAMPAGNE UND SENIOREN
Wie jedes Jahr wurde eine Informationskampagne mit Broschüren und Beiträgen in den sozialen Netzwerken durchgeführt, die sich an die gesamte Bevölkerung richtet und Ratschläge sowie Maßnahmen zum Selbstschutz vor der Hitze enthält. Außerdem wird das Amt für Sozialpolitik die besonders gefährdeten Senioren kontaktieren, die den ambulanten Hilfsdienst oder den Teleassistenzdienst nutzen, um ihnen die grundlegenden Empfehlungen zum Gesundheitsschutz bei Hitze zu übermitteln und sie daran zu erinnern, diese in den kommenden Tagen besonders zu beachten.
Der Dienst für grüne Infrastruktur hat in den vergangenen Jahren das Netz öffentlicher Trinkwasserstellen und Einrichtungen zur Verbesserung des thermischen Komforts in der Stadt ausgebaut, insbesondere im Hinblick auf die sommerlichen hohen Temperaturen. Neu eingerichtet wurden drei Spender für kaltes Wasser am Balcón de San Lázaro, am Frente Fluvial und im Parque Grande José Antonio Labordeta. Sie ergänzen zahlreiche Maßnahmen, die seit 2024 umgesetzt wurden, um das Trinken, Spielen und Ausruhen im Schatten im öffentlichen Raum zu erleichtern.
Auch der spielerische und familiäre Aspekt wurde durch die Einrichtung von Wasserspielen weiterentwickelt. 2024 wurde auf Wunsch der Anwohner ein "Remojachicos" im Parque de la Tolerancia (Actur) installiert. 2025 kam eine weitere Anlage auf der Plaza Bąmbola in Valdespartera hinzu, die Kindern in den heißesten Monaten sichere Möglichkeiten zum Spielen und Abkühlen bietet. All diese Maßnahmen sind Teil des Plans zur Anpassung der Stadt an den Klimawandel und werden im Rahmen des kommunalen Zivilschutzplans für Hitzewellen koordiniert.
Alle Informationen zu hohen Temperaturen wurden auf einem Portal der städtischen Website aktualisiert. Dort können Ratschläge heruntergeladen, die Standorte und Öffnungszeiten der Klimaschutzräume eingesehen sowie die Karte der Trinkwasserbrunnen der Stadt und der Schattenfinder aufgerufen werden. Diese verschiedenen Angebote sollen den Bürgern helfen, geeignete Maßnahmen zum Schutz vor der Hitze zu ergreifen.
VORSICHTSMASSNAHMEN VERSCHÄRFEN
Die Stadtverwaltung erinnert die Bevölkerung daran, angesichts der hohen Temperaturen besonders vorsichtig zu sein, um gesundheitliche Probleme zu vermeiden. Zwar können alle Menschen unter übermäßiger Hitze leiden, doch Menschen über 65 Jahre, Kinder unter fünf Jahren und Personen, die einer körperlich sehr anstrengenden Tätigkeit nachgehen, sind einem höheren Risiko ausgesetzt und müssen daher besonders geschützt werden.
Aus diesem Grund werden das Seniorenamt, die kommunalen Sozialdienste und der städtische Teleassistenzdienst die Nutzer über Plakate, Broschüren und persönliche Betreuung über alle Empfehlungen informieren.
Das städtische Obdachlosenheim wird seinerseits Maßnahmen ergreifen, um die Unterbringung und ausreichende Flüssigkeitsversorgung der Nutzer zu gewährleisten, und ihnen entsprechende Empfehlungen zur Vermeidung von Risiken geben. Die freiwilligen Helfer des Zivilschutzes werden öffentliche Plätze und Grünanlagen überwachen, um bei Vorfällen zu helfen und die Anwohner an die notwendigen persönlichen Schutzmaßnahmen zu erinnern. Außerdem werden die Brunnen aktiviert, damit sich die Bürger abkühlen können.
EMPFEHLUNGEN
Die Stadtverwaltung von Zaragoza empfiehlt, angesichts der Hitze besondere Vorsicht walten zu lassen. Dazu gehören eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, der Verzicht auf Alkohol und schwere Mahlzeiten sowie das Tragen leichter, heller und atmungsaktiver Kleidung. Außerdem wird empfohlen, sich mit einer Kappe oder einem Hut und Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von über 15 zu schützen. Die Creme sollte vor dem Verlassen des Hauses aufgetragen und regelmäßig erneuert werden.
Zu Hause sollten Fenster und Rollläden während der heißesten Stunden geschlossen bleiben. Gelüftet werden sollte nachts, wenn die Temperaturen sinken. Zudem sollten intensive körperliche Anstrengungen vermieden und Aktivitäten auf die frühen Morgenstunden oder den Abend gelegt werden. Kinder, ältere Menschen oder Tiere dürfen keinesfalls in geschlossenen Fahrzeugen zurückgelassen werden.
Übermäßige Hitze kann durch eine sehr intensive und kurze oder durch eine länger anhaltende Belastung entstehen. Erste Anzeichen sind Krämpfe, Hautreizungen oder Verbrennungen, Erschöpfung oder erhöhte Körpertemperatur. In diesen Fällen wird empfohlen, im Schatten oder an einem klimatisierten Ort Schutz zu suchen, ein kühles alkoholfreies Getränk zu sich zu nehmen, sich auszuruhen, ein Bad oder eine kühle Dusche zu nehmen und leichte Kleidung anzuziehen.
Bei schwerwiegenderen Symptomen wie Kopfschmerzen, Erbrechen oder Bewusstlosigkeit muss schnell ein Arzt aufgesucht werden, über den Notdienst oder die Telefonnummern 061 beziehungsweise 112.