Aragonien

Gericht lässt Beschwerde gegen zwei Tankstellen in Valdespartera zu

Der Nachbarschaftsstreit gegen den Bau zweier Tankstellen in Valdespartera geht vor Gericht in eine neue Runde. Die Nachbarschaftsvereinigung Los Montes Valdespartera teilte mit, dass ein Gericht die Beschwerde gegen die geplanten Bauarbeiten in dem Viertel zugelassen hat. Damit bleibt der Rechtsweg offen, die Arbeiten sind derzeit jedoch nicht gestoppt.
Gericht lässt Beschwerde gegen zwei Tankstellen in Valdespartera zu

Nun muss das Gericht entscheiden, welche Maßnahmen während des Verfahrens ergriffen werden. Möglich ist unter anderem, die Arbeiten in diesem Viertel von Zaragoza auszusetzen, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen anzuordnen oder die Bauarbeiten normal fortsetzen zu lassen, bis über die Beschwerde entschieden ist. Die Zulassung des Verfahrens bedeutet daher nicht, dass die beiden Tankstellen automatisch gestoppt wurden.

ANWOHNER LEHNEN DIE PROJEKTE AB

Die Nachbarschaftsvereinigung lehnt die Projekte weiterhin entschieden ab. Sie betreffen zwei Standorte: den Kreisverkehr La Sabina im Rahmen des Verfahrens 20.597/25 und die Calle Manhattan im Rahmen des Verfahrens 5.705/25. Nach Ansicht der Anwohner stellt der Bau ein Risiko für Gesundheit und Sicherheit dar, insbesondere wegen der Nähe zu den Schulen CPI San Jorge und CPI Soledad Puértolas sowie zu Spielplätzen und Grünflächen. Außerdem kritisieren sie, dass die Tankstellen nicht mit dem Ökoviertel-Modell von Valdespartera vereinbar seien, und warnen vor einem möglichen Anstieg des Verkehrs, dem Einsatz von Tanklastwagen, Lärm und Umweltverschmutzung.

Der Konflikt wird zudem erneut auf der Straße ausgetragen. Die Vereinigung hat für kommenden Dienstag, den 15. September, um 17.15 Uhr eine Kundgebung an dem Kreisverkehr einberufen, an dem eine der Tankstellen geplant ist. Sie ruft die Anwohner dazu auf, sich zu beteiligen und die Einstellung der Projekte zu fordern. Zu ihren weiteren Forderungen gehören gründliche Untersuchungen zu den Auswirkungen auf Umwelt und Verkehr sowie eine Stadtplanung, die der öffentlichen Gesundheit, der Sicherheit und dem Schutz der Grün- und Freiflächen des Viertels Vorrang einräumt.